Weitere Bestattungsarten

Die Baumbestattung ist eine weitere Form der Naturbestattungen und setzt die Kremierung voraus. Sie findet entweder auf einem Friedhof oder in einem Wald statt. Die Verstorbenen werden im Wurzelbereich der Bäume in schnell zersetzbaren Urnen beigesetzt und sollen auf diese Weise in den Naturkreislauf zurückgelangen. Der Baum stellt in gewisser Weise den Grabstein dar und steht dabei als Symbol für die Schöpfung, Standhaftigkeit und Dauerhaftigkeit. An der Rinde des Baumes können visitenkartengroße Schilder mit dem Namen des/ der Verstorbenen angebracht werden. Es besteht die Möglichkeit die Bäume als Einzel-, Familien- oder Freundschaftsgrabstätten mit bis zu 10 Plätzen zu nutzen. Eine Trauerfeier kann selbstverständlich auch bei dieser Bestattungsform in der Umgebung stattfinden, in der der Verstorbene gelebt hat und ist nicht zwangsläufig an den Ort der Beisetzung gebunden.
Das Kolumbarium – von lateinisch columbarium, der Taubenschlag – dient der oberirdischen Beisetzung der Asche des Verstorbenen in einer Urne. Meist wird auch das Wort “Urnenwand” für das Kolumbarium verwendet. Bei dieser Variante der Bestattung wird die Urne in einer Wandnische beigesetzt. In unserer Region werden oftmals Kolumbarien zur Erhaltung von Kirchen und Kapellen gebaut.
Ein Kolumbarium kann sich sowohl im Freien, als auch in geschlossenen Räumen befinden. Dies hängt jedoch von den jeweiligen örtlichen Friedhofssatzungen und Bestimmungen ab. Die einzelnen Wandnischen können verschiedene Formen und Größen haben. Nach erfolgter Beisetzung im Kolumbarium wird die Nische mit einer Platte fest verschlossen. Die Abdeckplatte trägt – ähnlich wie ein Grabstein – in der Regel eine Aufschrift mit dem Namen des Verstorbenen. Die verwendeten Platten sind meist aus Stein.
Nach Ablauf einer Nutzungsfrist von 10 bis 30 Jahren, wird die Urne vom Träger des Kolumbariums sammelbeigesetzt.
Bei einer Felsenbestattung, wird die Urne, ähnlich wie im Kolumbarium, in einer Felswand in den Bergen in der Schweiz und in Österreich beigesetzt.
Die Weltraumbestattung sei an dieser Stelle nur kurz erwähnt, da lediglich 5g der Asche des Verstorbenen in eine Trägerrakete in die Umlaufbahn geschickt werden.
Auch diese moderne Form sei aus Gründen der Vollständigkeit hier nur kurz erwähnt.
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